Das Archiv

Das Kernstück des „Arthur Langerman Archivs für die Erforschung des visuellen Antisemitismus“ (ALAVA) ist die Sammlung Langerman. Diese wird derzeit konserviert und systematisch erschlossen, klassifiziert und inventarisiert. Nach Abschluss dieser Arbeiten wird die Sammlung Studierenden, Forschenden sowie Pädagog*innen und Multiplikator*innen aus aller Welt in digitaler Form an Computerterminals im Lesesaal der Bibliothek des Zentrums für Antisemitismusforschung zugänglich sein. In begründeten Ausnahmefällen werden den Archivnutzer*innen auch die Originale zu Forschungszwecken zur Verfügung stehen.

Darüber hinaus setzt ALAVA das Engagement seines Stifters fort und sammelt kontinuierlich visuelle Antisemitika aus Vergangenheit und Gegenwart. Damit schließt es eine wesentliche Lücke in der internationalen Archiv- und Museumslandschaft: Während die meisten Archive dem Provenienzprinzip verpflichtet sind und sich auf staatliches und institutionelles Schriftgut konzentrieren, sammeln Museen in der Regel Kunst- und Kulturgegenstände. Visuelle Antisemitika fallen dabei meist durch das Raster und bleiben trotz ihrer großen Bedeutung als Quellenmaterial und Studiengrundlage schwer zugänglich. Hier setzt ALAVA an, um visuelle Antisemitika zu dokumentieren, als Quellen zu sichern und für die Forschung und Bildungsarbeit zur Verfügung zu stellen.

Falls Sie Fragen zu unserem Archiv haben oder über potenziell relevante Materialien verfügen und erwägen, diese unserem Archiv zuzuführen, können Sie gerne unseren Sammlungsleiter Carl-Eric Linsler kontaktieren. Sie erreichen ihn telefonisch unter: +49 30 314 701 29 oder per E-Mail: alava@asf.tu-berlin.de. Selbstverständlich können Sie auch das nachfolgende Kontaktformular verwenden.

Wir freuen uns über Zustiftungen und Zuschenkungen!

Kontaktformular

Spendenaufruf für Ankauf einer wichtigen Sammlung

Am 28. April 2024 wird eine große Sammlung u.a. von historischen antisemitischen Plakaten, Postkarten und Zeitungen versteigert. Wir beabsichtigen, diese Antisemitika aufzukaufen, um damit zu verhindern, dass sie in „falschen Hände“ geraten. Bitte unterstützen Sie uns bei unserem Vorhaben, diese historischen Quellen zu bewahren und Antisemitismus zu bekämpfen. Mehr Informationen hier.

Liebe Freundinnen und Freunde der TU Berlin,

ich wende mich heute an Sie mit der dringenden Bitte um finanzielle Unterstützung:

Am 28. April 2024 wird eine große Sammlung u.a. von historischen antisemitischen Plakaten, Postkarten und Zeitungen versteigert. Wir schätzen, dass ein sechsstelliger Geldbetrag benötigt wird.

Die TU Berlin sieht es als Treuhänderin der Stiftung „Arthur Langerman Archiv für die Erforschung des visuellen Antisemitismus“, kurz ALAVA, als ihre Aufgabe an, mindestens Teile davon für Forschungs- und Lehrzwecke zu erwerben. Die Stiftung ist Teil unseres Zentrums für Antisemitismusforschung, einer weltweit renommierten Forschungseinrichtung.

Wir beabsichtigen, diese Antisemitika aufzukaufen, um damit zu verhindern, dass sie in „falschen Hände“ geraten. Unzählige dieser Objekte sind selten, sogar Unikate, die als Zeitdokumente für die nationale und internationale Forschung für immer verloren wären. Die Geschichte darf nicht vergessen werden, helfen Sie uns dabei! Mehr Information zur Auktion: https://www.valkyrieauctions.com/auction/243-antisemitic-collection-for/

Wir benötigen Ihr zeitnahes Engagement, um dieses Projekt noch vor Ende des Monats realisieren zu können. Jeder finanzielle Beitrag, sei er noch so klein, ist von unschätzbarem Wert und wird uns helfen, diese Sammlung zu erwerben, zu bewahren und für Wissenschaft, Aufklärung und Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Auf Wunsch kann Ihre Spende mit einem bestimmten Objekt verbunden und/oder Sie als Unterstützer*in auf unserer Website gelistet werden. Die Arthur Langerman Foundation ist eine gemeinnützige Organisation, Spenden sind steuerlich absetzbar.

Empfänger: Technische Universität Berlin w/Arthur Langerman Archives
IBAN: DE97 1009 0000 2842 4630 10
BIC/SWIFT-Code: BEVODEBB
Verwendungszweck: Auktion April 2024

Bitte unterstützen Sie uns bei unserem Vorhaben, diese historischen Quellen zu bewahren und Antisemitismus zu bekämpfen. Zusammen können wir einen wichtigen Schritt in Richtung einer toleranteren und gerechteren Gesellschaft machen.

Bei Fragen zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren unter: alava(at)asf.tu-berlin.de

Ihr Lars Oeverdieck
Kanzler der TU Berlin und stellv. Vorsitzender der Arthur Langerman Stiftung