Pädagogische Angebote

Die ALAVA-Bestände sollen im Rahmen von pädagogischen Projekten zu Bildungs-, Aufklärungs- und Präventionszwecken genutzt werden. Ziel soll es dabei sein, das Erkennen visueller Stereotype zu schulen sowie diese dekonstruieren zu lernen, d. h. die Funktionsweise dieser Bilder zu erklären, um ihre Wirkungsmacht zu hinterfragen und zu brechen. 

Zu diesem Zweck stellen wir die Bildmaterialien dem Zentrum für Antisemitismusforschung zur Verfügung, das die Absolvent*innen seines Masterstudiengangs „Interdisziplinäre Antisemitismusforschung“ u. a. für die historische Bildungsarbeit schult und dessen Vorlesungen und Seminare überdies Studierenden aller Berliner Universitäten offenstehen.

Auch Lehrende anderer Universitäten und Praktiker*innen aus der Bildungs- und Jugendarbeit sind künftig eingeladen, die ALAVA-Bestände zu erkunden und Bildmaterialien für Lehrveranstaltungen, Workshops, Fortbildungen und Aufklärungsprogramme zu verwenden. ALAVA fördert die Nutzung durch derartige Initiativen, strebt neue Kooperationen an und offeriert Expertise und Beratung.

Bitte setzen Sie sich bei Fragen mit unserer Projektkoordinatorin Dr. Angelika Königseder in Verbindung oder benutzen Sie das nachfolgende Kontaktformular. Sie erreichen sie telefonisch unter: +49 30 314 701 29 oder per E-Mail: alava@asf.tu-berlin.de.

Laufende Projekte

Graphic History zu visuellem Antisemitismus

Unter dem Arbeitstitel „Menschen (nicht) wie alle anderen?“ widmet sich die Comic-Autorin Nathalie Frank im Auftrag von ALAVA der Entwicklung eines Konzepts sowie der künstlerischen Umsetzung einer Graphic History zu den Wurzeln des Antisemitismus im Bild. Der Comic wird in Form einer Ermittlung den Ursprüngen und Wirkungen dieser hasserfüllten Bilder nachspüren, ohne diese durch eine simple Reproduktion in den Vordergrund zu rücken. Mehr Informationen und eine erste „Arbeitsprobe“ hier.

Begegnung mit visuellem Antisemitismus im pädagogischen Feld

Ist es politisch vertretbar, Schüler:innen heutzutage „ohne Not“ mit visuellen antisemitischen Artefakten zu konfrontieren? Ist nicht die hohe Affinität von Jugendlichen zu digitaler Kommunikation und zur Verwendung von Bildern geradezu ein Einfallstor für die ungewollte Reproduktion von antisemitischen Stereotypen? Von Fragen dieser Art ausgehend wurde im November 2020 ein von ALAVA gefördertes Unterrichtsvorhaben unter der Leitung von Dr. Gabriele Kandzora in Hamburg gestartet. Das Projekt verfolgt explorative Erkenntnisinteressen und aufklärerische pädagogische Intentionen gegen Antisemitismus. Erste Ergebnisse sind nachzulesen in: Gabriele Kandzora, Begegnung mit visuellem Antisemitismus im pädagogischen Feld. Eine Erkundung von Artefakten aus der Sammlung Langerman an einer Hamburger Schule, in: Jahrbuch für Antisemitismusforschung 31 (2022), S. 59-88.

Kontaktformular